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Vertrag youtube gema

Die Verhandlungen über einen neuen Vertrag scheiterten angeblich, nachdem die GEMA versucht hatte, die Gebühr auf 1 Euro Cent pro Strom anzuheben – was sieben Jahre Feindseligkeit und Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden Lagern einsetzte. Zusätzlich zu dem traditionellen werbebasierten Dienst umfasst die Vereinbarung den neuen Abo-Dienst, den YouTube bereits in den USA anbietet und den es in Europa auf den Markt bringen will. Thomas Theune, Director of Broadcast and Online bei der GEMA, ergänzt: “Der Abschluss dieses Vertrages mit YouTube ist ein klares Signal an alle Online-Plattformen, die ihre Geschäftsmodelle erfolgreich auf den musikalischen Werken von Kreativen aufbauen. Autoren müssen für die Verwertung ihrer musikalischen Werke angemessen entlohnt werden. Die GEMA wird dieses Ziel weiterhin aktiv verfolgen.” Dr. Harald Heker, CEO der GEMA, kommentierte den Vertrag wie folgt: “Nach sieben Jahren zäher Verhandlungen ist der Abschluss dieses Vertrages mit YouTube ein Meilenstein für die GEMA und ihre Mitglieder. Wir sind unserer Position treu geblieben, dass Autoren trotz des Widerstands, auf den wir gestoßen sind, auch im digitalen Zeitalter eine faire Vergütung erhalten sollten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Lizenzvertrag, den wir jetzt unterzeichnet haben, sowohl die Zukunft als auch die Vergangenheit abdeckt. Durch diese Einigung können wir die Lizenzgebühren für unsere Mitglieder sichern.” Wie von YouTube und GEMA vereinbart, werden die zu zahlenden Beträge nicht offengelegt.

Nur das Vergütungsmodell wurde veröffentlicht: Die GEMA erhält einen Prozentsatz der Werbe- und Abonnementeinnahmen von YouTube, der durch die Zahlung einer Mindestgarantie gesichert wird. Es ist zwar wahrscheinlich, dass die GEMA in den Verhandlungen nicht in der Lage gewesen sein wird, Zahlungen in Höhe des ursprünglich geforderten Betrags von 0,375 Cent pro Zugang durchzusetzen, doch ist damit zu rechnen, dass die GEMA die weithin diskutierte “Wertlücke” zumindest mit dieser Vereinbarung zumindest ein wenig schließen konnte. Die GEMA ist auch berechtigt, wesentliche Vertragsbedingungen transparent an ihre Mitglieder weiterzukommunizieren, so dass Autoren ihre Aussagen mit YouTube-Einnahmen überprüfen können. Ohne Zutreiben lässt sich diese Pressemitteilung als historisch bezeichnen: Am 1. November 2016 hat YouTube den langjährigen Streit mit der GEMA, der deutschen Autoren- und Verlagssammlungsgesellschaft, beigelegt und ihr Repertoire an Musikvideos rückwirkend bis 2009 und für die Zukunft lizenziert (der Vertrag läuft bis zum 30. April 2019). Auch das laufende Gerichtsverfahren wurde eingestellt. Am 01. November 2016 unterzeichneten die GEMA und die Online-Plattform YouTube einen Lizenzvertrag, der auch die vertragliche Lücke seit 2009 abdeckt. 70.000 von der GEMA vertretene Musikautoren und Verleger erhalten nun wieder eine Vergütung für die Verwertung ihrer urheberrechtlich geschützten Musikwerke.

Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und langwierigen Verhandlungen konnten sich GEMA und YouTube auf einen Lizenzvertrag einigen. Mit dem Abschluss dieses Vertrages werden gemA-Mitglieder nun für die Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke über die Online-Plattform mit der weltweit weitesten Reichweite bezahlt. Die GEMA erfüllt ihre treue Pflicht, die Rechte im Namen ihrer Mitglieder zu verwalten, indem sie diesen Vertrag unterzeichnet. In einem Blogeintrag schrieb YouTube: “Diese Vereinbarung spiegelt ein lang gehegtes Engagement wider, dass Komponisten, Songwriter und Verleger fair bezahlt werden sollten, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass Fans ihre Lieblingssongs genießen und neue Musik auf YouTube entdecken können. Auch YouTube und gemA beendeten die laufenden Rechtsstreitigkeiten. Beide Parteien vertreten jedoch nach wie vor unterschiedliche Rechtspositionen, wer für die Lizenzierung der verwendeten Musikwerke zuständig ist. YouTube bezieht sich auf seine Nutzer, die die Musikvideos hochladen. Die GEMA hingegen sieht YouTube als Plattformbetreiber für die Zahlung von Lizenzgebühren verantwortlich. Die GEMA appelliert an die Politik, die Rechtslage zu klären, die derzeit auf europäischer Ebene bereits vorbereitet wird.

Laut Google wollte die GEMA ihre YouTube-Gebühr auf “unerschwingliche” 12 Eurocent pro gestreamtem Video erhöhen – eine Behauptung, die von GEMA-Sprecherin Bettina Müller bestritten wird, dass ihr Vorschlag nur 1 Eurocent plus eine Aufschlüsselung nach Komponisten war. [4] [5] [6] Die Angelegenheit soll von einem kalifornischen Gericht aufgegriffen werden. [7] Google, der weltgrößte Internet-Suchmaschinenkonzern, hat teilweise eine deutsche Urheberrechtsverletzungsklage wegen der Art und Weise verloren, wie viel es tun muss, um illegale Musikvideos von seiner YouTube-Website zu entfernen. [8] YouTube-Nutzer in Deutschland werden erstmals seit sieben Jahren keine Sperrmeldung mehr auf Musikinhalten sehen, die das GEMA-Repertoire enthalten.