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Versailler Vertrag reperationszahlungen

Ein neues Abkommen von 1953 – der Londoner Vertrag – stimmte zu, viele Zahlungen auszusetzen, bis Deutschland geeint wurde. Niall Ferguson unterstützt diese Analyse teilweise. Er sagt, wenn keine Reparationen verhängt worden wären, hätte Deutschland immer noch erhebliche Probleme gehabt, die durch die Notwendigkeit verursacht worden wären, Kriegsschulden zu bezahlen und die Forderungen der Wähler nach mehr Sozialleistungen. [106] Ferguson sagt auch, dass diese Probleme durch ein Handelsdefizit und einen schwachen Wechselkurs für die Marke im Jahr 1920 verschärft wurden. Danach, als der Wert der Marke stieg, wurde die Inflation zu einem Problem. Nichts davon, sagt er, sei das Ergebnis von Reparationen gewesen. [107] Ferguson sagt, dass auch ohne Reparationen die gesamten öffentlichen Ausgaben in Deutschland zwischen 1920 und 1923 33 Prozent des gesamten Nettonationalprodukts betrugen. [106] A.J.P. Taylor sagt: “Deutschland war ein Nettogewinn durch die Finanztransaktionen der zwanziger Jahre: Sie lieh sich viel mehr von privaten amerikanischen Investoren … als sie in Reparationen bezahlte”. [108] P.M.H. Bell sagt, dass die Schaffung eines multinationalen Ausschusses, der zum Dawes-Plan führte, getan wurde, um zu prüfen, wie der deutsche Haushalt ausgeglichen, die Währung stabilisiert und die deutsche Wirtschaft darauf fixiert werden könnte, Reparationszahlungen zu lockern. [109] Max Winkler sagt, dass ab 1924 deutsche Beamte “praktisch mit Kreditangeboten von Ausländern überschwemmt” wurden.

Insgesamt, sagt er, habe sich die deutsche Wirtschaft einigermaßen gut entwickelt, bis die ausländischen Investitionen zur Finanzierung der Wirtschaft und die Kreditfinanzierung nach dem Börsencrash 1929 plötzlich zurückgezogen wurden. Verstärkt wurde dieser Zusammenbruch durch das Volumen der Kredite, die US-Kreditgeber deutschen Unternehmen zur Verfügung stellten. Selbst die reduzierten Zahlungen des Dawes-Plans wurden hauptsächlich durch ein großes Volumen internationaler Kredite finanziert. [110] 1924 skizzierte ein amerikanischer Banker namens Charles Dawes ein neues Reparationsabkommen, das als Dawes-Plan bekannt wurde, nach dem Geschäftsbanken Anleihen an (meist US-amerikanische) Privatinvestoren im Namen Deutschlands begaben, die sich bereit erklärten, sie zurückzuzahlen, als das Geld fällig wurde. Doch als 1928 die erste Reihe von Anleihen fällig wurde, ging Deutschland erneut zahlungsunfähig. So wurde im Juni 1929 ein neuer Plan – der Young Plan – verabschiedet, der mehr US-gestützte Anleihen schwankte und Deutschlands Zahlungen reduzierte, die über 59 Jahre ausgezahlt werden mussten. Leider brach der Junge Plan während der Großen Depression zusammen. Mehrere Historiker gehen den Mittelweg zwischen der Verurteilung von Reparationen und dem Argument, sie seien keine gesamtschuldnerische Belastung für Deutschland.