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Tarifvertrag ausbildung landwirt hessen

In diesem Abschnitt betrachten wir die Sozialpartnerorganisationen im Agrarsektor – Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen. In vielen Fällen gibt es jedoch keine klare Abgrenzung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden in der Landwirtschaft. Viele Berufsverbände der Landwirte fördern Interessen, die in anderen Sektoren von den Gewerkschaften verteidigt werden. Dies spiegelt die Prävalenz der Selbständigkeit in diesem Sektor wider, wobei die Beschäftigten in den meisten Ländern in der Minderheit sind. In diesem Abschnitt wird daher versucht, zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen zu unterscheiden, doch gibt es in einigen Ländern eine gewisse Überschneidung. Wenn Sie daran denken, eine Milchbauerngruppe zu gründen, um Lieferverträge auszuhandeln, kann Dairy Australiaes Leitfaden für Kollektivverhandlungen Ihnen helfen, besser zu verstehen, worum es geht, welche potenziellen Vorteile und Risiken es gibt. In vielen untersuchten Ländern unterscheiden sich die Sozialschutzsysteme und -systeme für die Landwirtschaft nicht von denen, die für die gesamte Wirtschaft gelten. Einige Länder haben jedoch getrennte Bestimmungen für den Agrarsektor in Bereichen wie Renten, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung, die für selbständige Landwirte und/oder landwirtschaftliche Arbeitnehmer gelten – siehe Tabelle 5 unten. In Finnland (für “landwirtschaftliche Unternehmer”), Frankreich, Griechenland (Landwirte), Polen und Spanien gibt es getrennte Sozialschutzsysteme für die Landwirtschaft, während es in Österreich, Deutschland, Ungarn und Italien spezifische Regelungen für Selbständige und/oder Arbeitnehmer in bestimmten Bereichen des Sozialschutzes gibt. Sektorale Tarifverträge sehen spezielle Zusatzversicherungssysteme (z. B. Betriebsrenten) für landwirtschaftliche Arbeitnehmer in Ländern wie Belgien, Dänemark und den Niederlanden vor.

In Lettland, Litauen, Rumänien, der Slowakei und Slowenien gibt es einen einzigen nationalen sektoralen Tarifvertrag für die Landwirtschaft, während es in Norwegen und Schweden unterschiedliche nationale Vereinbarungen für Arbeitnehmer mit Weißen und Arbeitern gibt. In Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark (plus einigen getrennten Tarifverhandlungen für Angestellte und Angestellte), Finnland (getrennte Tarifverhandlungen für Angestellte und Angestellte) und Frankreich gibt es mehrere nationale Abkommen, die verschiedene Teilsektoren abdecken. In den Niederlanden finden Verhandlungen sowohl auf der Ebene des gesamten Sektors als auch auf der Ebene der Teilsektoren statt. Die nationalen sektoralen Vereinbarungen in Frankreich und Italien basieren auf sektoralen Vereinbarungen auf einer niedrigeren geographischen Ebene (Departements bzw. Provinzen), während die Lage in Deutschland und Spanien etwas ähnlich ist. In Österreich finden die Verhandlungen auf regionaler (aber nicht nationaler) sektoraler Ebene statt und sind weiter in Vereinbarungen für verschiedene Arten von Landwirtschaftlichen Betrieben und für Arbeiter und Angestellte unterteilt. Es bestehen sektorale Vereinbarungen, die jedoch nur Teile der Landwirtschaft in Bulgarien (wo das Fehlen von Arbeitgeber-Verhandlungsparteien ein Hindernis für umfassendere sektorale Vereinbarungen darstellt), Zypern und Ungarn betreffen.